Kulturelle integration und Strafsystem vom Mittelmeer bis zur Nordsee

Mario Caterini
2020

978-3-515-12693-9
Der Aufsatz befasst sich mit der Frage der Relevanz von Straftaten, die in Italien und in Deutschland begangen wurden, und in den jeweiligen Rechtssystemen strafrechtlich verboten sind, jedoch nach den Regeln der Herkunftsländer nicht autochthoner Minderheitengruppen zulässig, oder sogar verpflichtend sind. Nach der Ausarbeitung der möglichen Ansätze für eine Herangehensweise an die Frage, vom "multikulturalistischen" bis zum "integrationalistischen" Ansatz, untersucht der Autor einige emblematischere Fälle mit Bezug auf Verstümmelung und Verletzung der Genitalien und ehelicher Gewalt, und vergleicht die beiden Systeme sowohl bezüglich kriminalpolitischer Entscheidungen als auch bezüglich der juristischen Auslegungen. Es wird eine grundlegende Homogenität zwischen dem italienischen und dem deutschen System deutlich, die sich durch sehr ähnliche Entwicklungen und Lösungen auszeichnet. Es ist zu erwarten, dass legislative Eingriffe aufgrund kultureller Zugehörigkeit vermieden werden, ebenso anwendungsbezogene Praktiken, die den "Anderen" bevorzugen, es sein denn, die differenzierte Behandlung ist angemessen, weil sie diejenigen unterstützt, die wirklich eine unüberbrückbare kulturelle Kluft zu schließen haben.
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: http://hdl.handle.net/20.500.11770/294560
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